top of page

Neue
Deutsch-Französische Jahrbücher

Jean-Claude_Milner_Harry_Potter.jpg

JEAN-CLAUDE MILNER


HARRY POTTER UND DIE POLITIK
Wissen, Macht und Zauberei

Jahr

2022

Seiten

150

Größe in cm
16 x 24               

Preis in €

19

ISBN

978-3-949153-04-4

Aus dem Französischen von Moritz Herrmann und Ines Abrecht

Eine konzise und schrittweise Analyse dessen, worum es bei Harry Potter wirklich geht: von der Politik Margeret Thatchers über die Appeasement-Politik gegenüber Nazi-Deutschland bis hin zum Status von Wissen und Macht im Kapitalismus. Dieses Buch ist gleichermaßen geeignet für Uneingeweihte wie für bereits eingefleischte Potterheads.

Was hat es mit dem Phänomen Harry Potter auf sich? Geht es hier wirklich nur um Hexen, Zauberer und Magie? In welchem politischen System leben die Hexen und Zauberer, warum haben sie keinen Staat im eigentlichen Sinne? Warum wärmen sie sich weiterhin an Kaminen und fahren mit Eisenbahnen? Und was hat dies mit dem Kapitalismus zu tun?

 

Jean-Claude Milner liest das Werk von J. K. Rowling konsequent als einen Bildungsroman, der in der Tradition des europäischen Humanismus und der angelsächsischen politischen Philosophie steht. Der Weg, den wir mit Harry Potter beschreiten, ist ein Bildungsweg, der sich mit Dumbledores Strategie einer humanistischen Politik überkreuzt, die letztlich darauf zielt, die magische Welt von der ihr innewohnenden Versuchung zu befreien, der Vorstellung ihrer eigenen Überlegenheit nachzugeben. Für eine derartige Versuchung, die nicht ohne Anklänge an die Politik und Geschichte des 20. Jahrhunderts bleibt, steht Voldemort.

Das vorliegende Buch eignet sich sowohl für philosophisch Interessierte, die Potter’sche Erzählung überhaupt erst zu entdecken, als auch für die bereits in sie Eingeweihten, diese zu begreifen.

Jean-Claude Milner (*1941) ist in Frankreich zunächst vor allem als Linguist in Erscheinung getreten, der sowohl Jacques Lacan nahestand als auch das Werk von Noam Chomsky in die französische Diskussion eingeführt hat. Auf bauend auf eine eigenständige Verknüpfung von Psychoanalyse und Philosophie bezieht er darüber hinaus seit den 1990er Jahren mit zahlreichen Publi kationen zu politischen Fragen Stellung. Auf Deutsch erschienen bislang Die nicht zu unterscheidenden Namen, Das helle Werk sowie mit Alain Badiou: Kontroverse. Dialog über die Politik und die Philosophie unserer Zeit (allesamt 2013 bei Turia + Kant).

photo_2020-09-28_16-03-42.jpg
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
bottom of page